Anhaltende Diskussionen über fairen Handel und faire Produktionsbedingungen sorgen dafür, dass Verbraucher bei der Wahl der Produkte immer genauer hinsehen. Damit rückt auch das Thema Design immer mehr in den Vordergrund.

TEXT: SILKE HENKELE | FOTOS: OMATTI

BILD 1: Foto: © Nat Sakhonbut

Claudio Lendi, Mitgründer des im schweizerischen Curio beheimateten Fair-Trade-Projekts Omatti, wuchs mit dem Thema nachhaltiger Landwirtschaft auf: „Da meine Eltern in mehrere Fair-Trade-Projekte involviert waren, hatte ich von kleinauf Berührung mit dem Thema. Bereits als Jugendlicher war damit für mich klar, dass auch ich etwas schaffen wollte, das anderen hilft.“ In Designerin Karen Iman Cheong fand Lendi eine ideale Partnerin. Neben ihren außergewöhnlichen Designs liegt ihr besonders der Herstellungsprozess eine Produkts bzw. das Wohlergehen der Produzenten am Herzen: „Ich glaube, dass ein Produkt Liebe und Leidenschaft ausdrücken kann, wenn der Erzeuger Freude und Stolz bei der Herstellung empfindet.“

Omatti: Soziales Engagement als Geschäftsidee: fair gehandelte Taschen in modernem Design, Discover Germany magazine

Omatti feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen! Mit ihrem Fair-Trade-Projekt haben die beiden Gründer damit nachhaltig das Kunststück geschaffen, Taschen aus natürlichen Materialien auf den Markt zu bringen, deren Design zum einen auffällt und deren Produktion auf der anderen Seite das Hauptaugenmerk auf die Produzenten bzw. Näherinnen legen.

„Unsere Taschen“, erläutert Cheong den Produktionsprozess der Taschen von Omatti, „werden von Frauen in einem Kollektiv in Thailand genäht. Jedes Stück ist damit ein Unikat. Die Frauen können ihr Arbeitstempo ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen, und sowohl Umfang als auch die Art der Arbeit selbst wählen.“ „Sollte etwas Unvorhergesehenes passieren,“ ergänzt Lendi, „wie beispielsweise ein krankes Kind, um das die Frau sich kümmern muss, dann kann die betroffene Näherin leicht und umkompliziert den Abgabetermin ihrer Ware verschieben. Darüberhinaus unterstützen wir die Frauen in Zeiten, in denen sie aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse weniger arbeiten können, indem wir Lohnvorauszahlungen leisten. Auf diese Weise“, so betont Cheong, „haben die Frauen Zeit für ihre Familien und verfügen gleichzeitig über ein gesichertes eigenes Einkommen.“

Omatti: Soziales Engagement als Geschäftsidee: fair gehandelte Taschen in modernem Design, Discover Germany magazine

Mit Taschen wie der Multifunktionstasche MATTI, einer Tasche, die sich schnell und unkompliziert durch einfaches justieren der Träger in eine Schultertasche oder auch in einen Rucksack verwandeln lässt, haben die beiden Gründer Cheong und Lendi bewiesen, dass modernes Design, ausgeklügelte Funktionalität und faire Produktionsbedingungen hervorragend zusammenpassen.

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