A castle of Modernism

TEXT: SILKE HENKELE

Art always mirrors the time of its origin. To experience it up close, therefore, can often become a great adventure.

Founded in 1885 as a museum for fine and applied arts, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) is able to look back on an eventful history. “Our collection has been shaped by ambitious directors and passionate staff who made (and still make!) the museum what it is today,” summarises Katrin Greiner, head of communication of the museum.

The museum, which is housed in the former residence of the archbishops of Magdeburg dating from the early 16th century, focuses on art in Germany in the 20th century. Divided into five sections, the permanent exhibition Paths of Modernism shows the differing aspects of art in times of the Empire, the Weimar Republic, Third Reich and the Soviet Sector/GDR. “The sections ‘Third Reich’ and ‘Soviet Sector/GDR’ are the most distinctive features of our museum,” Greiner points out. “Here, we present works that emerged from their respective societies and which, to the greatest part, have been acquired during the time in question. This also encompasses works from artists who understood their work in the tradition of Modernism as well as from representatives of an art style demanded and promoted by the cultural politics of the respective states.”

This type of approach makes Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) one of the first art museums in Germany that confronts itself with its institutional history as well as that of its collection. It neither neglects the years of National Socialist dictatorship nor the GDR – and thereby stimulates a differentiated dialogue with art from the respective time.

“We frequently curate superb special exhibitions, like last year’s exhibition of works by Gustav Klimt, for example, which became a major attraction,” reveals Greiner.

Continuing this tradition in 2019, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) remains a highly esteemed destination for existing and future lovers of art: The Silence in the Noise of Time exhibits works of important expressionists such as Franz Marc or August Macke from the well-known Ziegler Collection. Friends of Bauhaus, meanwhile, may look forward to Bauhaus Masters Modernism, an exhibition that makes outstanding masterpieces of Modernism and Bauhaus from international collections available to a wider public.

Eine Burg der Moderne

Kunst ist immer auch ein Spiegel ihrer Entstehungszeit. Sie hautnah zu erleben, kann zu einem großen Erlebnis werden.

Gegründet im Jahre 1885 als Museum für Kunst und Kunstgewerbe, hat das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) eine abwechslungsreiche Geschichte. „Unsere Sammlung wurde geprägt von ambitionierten Direktor*innen und leidenschaftlichen Mitarbeiter*innen, die das Museum zu dem machten (und immer noch machen!), was es heute ist“, fasst Katrin Greiner, Referatsleiterin Kommunikation des Museums zusammen.

Das Hauptaugenmerk des Museums, das in der ehemaligen Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg aus dem frühen 16. Jahrhundert untergebracht ist, liegt auf der Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert. In insgesamt fünf Abschnitte unterteilt, vermittelt das Museum in seiner Sammlungspräsentation Wege der Moderne einen Überblick über die Kunst im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im ‚Dritten Reich‘ und in der SBZ/DDR. „Die Besonderheit unseres Museums sind vor allem die Ausstellungsbereiche Kunst im ‚Dritten Reich‘ und in der SBZ/DDR“, betont Greiner. „Hier präsentieren wir Werke, die in den jeweiligen Gesellschaften entstanden sind und größtenteils auch erworben wurden. Hierzu zählen sowohl Werke von Künstler*innen, die sich in der Tradition der Moderne verstanden, als auch Werke von Vertreter*innen der von der Kulturpolitik des jeweiligen Staates geforderten und geförderten Kunst.“

Damit stellt sich das Museum als eines der ersten Kunstmuseen Deutschlands mit seiner Sammlungspräsentation offensiv seiner Institutions- und Sammlungsgeschichte, spart dabei weder die Jahre der nationalsozialistischen Diktatur noch die Jahre der DDR aus und regt die Besucher*innen zu einer differenzierten Betrachtung der Kunst dieser Zeit an.

„Immer wieder kuratieren wir einzigartige Sonderausstellungen wie die letztjährige Klimt-Ausstellung, die sich zu einem wahren Publikumsmagnet entwickelte“, berichtet Katrin Greiner.

So ist das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt für Kunstgenießer und solche, die es werden wollen, auch in diesem Jahr wieder ein lohnendes Ziel: Die Stille im Lärm der Zeit stellt Werke bedeutender Expressionisten wie beispielsweise Franz Marc oder August Macke aus der bekannten Sammlung Ziegler vor. Freunde des Bauhauses freuen sich auf Bauhaus Meister Moderne, eine Ausstellung, die hochkarätige Meisterwerke der Moderne und des Bauhauses aus internationalen Sammlungen einem breiten Publikum zugänglich macht.

kunstmuseum-moritzburg.de