Digitale Lösungen sollen leicht verständlich sein und für das entsprechende Produkt begeistern. Kurzum, sie sollten das Leben einfacher machen.

Text: Silke Henkele | Fotos: dreipol | Titelbild: Die Büros der Agentur dreipol im Herzen Zürichs.

2010 gegründet, ist die Zürcher Agentur dreipol Experte für das Design und die Entwicklung von innovativen, einfach zu bedienenden Mobile- und Web-Applikationen und Games.

Was motiviert die Designer? „Digitale Produkte sind unserer Meinung nach heute viel zu kompliziert angelegt. Das ist unnötig und schreckt viele KundInnen ab. Als Interaction Designer sind wir darauf spezialisiert, innovative, leicht bedienbare und einfach zu verstehende Lösungen zu finden, die die NutzerInnen für das jeweilige Produkt begeistern”, so Nino Cometti, einer der drei Gründer von dreipol und gleichzeitig CEO und Partner der Agentur.

Gibt es für die Entwicklung digitaler Lösungen unterschiedliche Möglichkeiten, so steht bei dreipol das Motto ‚MAP statt MVP’ hoch im Kurs. Was bedeutet das konkret? Cometti erklärt: „Wir sind Fans von MVPs, Minimum Viable Products. Also von Lösungen, die sich auf einen minimalen Funktionsumfang beschränken. Mit diesem Ansatz läßt sich für unsere KundInnen eine Idee mit minimalem Kosten- und Zeitaufwand am Markt testen. Ein MVP liefert damit schnelle Antworten auf die Frage, ob bzw. inwieweit ein Produkt die Bedürfnisse der EndnutzerInnen erfüllt.”

dreipol MAP statt MVP – was sonst?

Das hört sich doch gut an. Warum also diesen Ansatz ändern? „Unsere MVPs waren immer auch ein wenig anders, da uns der Anspruch nach reiner Minimalität nie wirklich zufriedengestellt hat. Da wir als (Interaction) Designer wissen, wie wichtig das Design für die Akzeptanz eines Produkts durch NutzerInnen ist, sind unsere Entwicklungen letztlich immer eine perfekte Symbiose aus Design und Technologie. Den Designaspekt vernachlässigt ein MVP allerdings leider oft. Also beschäftigten wir uns irgendwann auch mit MAPs, Minimum Awesome Products, bei denen der minimale Funktionsumfang um eine intuitive Benutzerführung und das passende Design erweitert wird. Sowohl MVPs als auch MAPs sind Methoden, um Geschäftsideen schnell am Markt zu testen. Unsere MAPs allerdings setzen zusätzlich auf das Design als positive Nutzererfahrung, um die EndnutzerInnen von einer Geschäftsidee zu überzeugen.”

Und das mit Erfolg. dreipol feiert in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen. Ausserdem gewann das 32-köpfige Entwicklungsteam mehrere Preise für seine benutzerfreundlichen und ansprechenden Anwendungen, darunter den Digital Economy Award 2018 sowie den Master of Swiss Apps 2018 und Master of Swiss Web 2019.

www.dreipol.ch

dreipol, MAP statt MVP – was sonst?

Read on issuu

Categories